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ANFRAGEN / ANTRÄGE / RUNDSCHREIBEN------>AGH-BT-BVV
26.04.2018, 23:14 Uhr
Ursachen von Schwerbehinderungen
Drucksache 19/ 1623 Bundestag
Schwerbehinderte in Deutschland

Vorbemerkung der Fragesteller

Gemäß Statistischem Bundesamt (www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Gesellschaft
Staat/Gesundheit/Behinderte/BehinderteMenschen.html) lebten im Jahr 2015  7 615 560 Menschen mit Schwerbehindertenausweis in Deutschland. Das waren im Jahr 2015 9,3 Prozent der Gesamtbevölkerung und im Vergleich 0,9 Prozent (67 000) mehr als im Jahr 2013. Davon waren 55 Prozent älter als 65 Jahre und 2 Prozent (also 152 000) schwerbehinderte Kinder und Jugendliche. Behinderungen entstehen u. a. durch Heiraten innerhalb der Familie (www.
rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/migration_integration/die_cousine_
als_ehefrau.html).

Eine britische Studie kam zu dem Schluss, das 60 Prozent
der Todesfälle und Erkrankungen betroffener Kinder hätten vermieten werden können, „wenn die Inzucht beendet würde“ (www.taz.de/!5111122/, www.tages
spiegel.de/berlin/verwandte-eltern-vererben-doppeltes-gesundheitsrisiko-studien-belegen-hoehere-zahl-von-totgeburten-und-behinderungen/416322.html)

Vorbemerkung der Bundesregierung

Die in der Kleinen Anfrage angesprochene Statistik der schwerbehinderten Menschen wird alle zwei Jahre zum 31. Dezember bei den Versorgungsämtern erhoben (Rechtsgrundlage ist inzwischen § 214 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX):
www.destatis.de/DE/Method
en/Rechtsgrundlagen/Statistikbereiche/
Inhalte/1073_SGB_IX.pdf?__blob=publicationFile ).
Im Folgenden werden daher Daten der Erhebungen 2011, 2013 und 2015 betrachtet. Ergebnisse der Erhebung zum 31. Dezember 2017 werden voraussichtlich im
Juli 2018 vorliegen. Es wird auf die Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes zu den letzten beiden Erhebungen verwiesen: www.destatis.de/DE/Presse
Service/Presse/Pressemitteilungen/2016/10/PD16_381_227.html, www.destatis.
de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2014/07/PD14_266_227.html
Weiterführende Hinweise zur Statistik bi
etet auch der Qualitätsbericht.

www.destatis.de/DE/Publikationen/Qualitaetsberichte/Gesundheitswesen/Schwerbehinderte.
pdf?__blob=publicationFile

kompletter Text unter
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/016/1901623.pdf

oder drücke
WEITER
1. Wie hat nach Kenntnis der Bundesregierung sich die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahre, 18 Jahre bis 65 Jahre sowie die Anzahl der schwerbehinderten Menschen über 65 Jahre von 2012 bis 2017 entwickelt (bitte nach Jahren und Altersgruppen aufschlüsseln)?
Daten aus der Datenbank der Gesundheitsberichterstattung schwerbehinderter Menschen nach Jahren und Altersgruppen können Tabelle 1 entnommen werden. Das Risiko, schwerbehindert zu sein, nimmt mit dem Alter deutlich zu. Vom Statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2017 Ergebnisse zur Statistik schwerbehinderter Menschen veröffentlicht. In diesem Bericht wurde zudem die Schwerbehindertenquote nach Alter dargestellt (vgl. Grafik Seite 6). Die Ergebnisse wurden auf der Internetpräsenz des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht (vgl. www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/BehinderteMenschen/ SozialSchwerbehinderteKB5227101159004.pdf;jsessionid=999E8F06B5A9A5 A50B7A8C3116381C36.cae1?__blob=publicationFile Es wird darauf hingewiesen, dass die im Einleitungstext der Kleinen Anfrage genannte Zahl der schwerbehinderten Kinder und Jugendlichen von 152 000 im Jahr 2015 nicht korrekt ist. Tatsächlich lag die Zahl der unter 18-Jährigen mit Schwerbehinderung zu diesem Zeitpunkt bei 174 000 Menschen (siehe Tabelle 1). 2. Welche Hauptursachen für Schwerbehinderung gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung, und haben sich die Ursachen für Behinderungen seit 2012 verlagert? Wenn ja, von wo, wohin und warum? 3. Welche Gründe sind nach Kenntnis der Bundesregierung für die Verlagerung ursächlich? Die Fragen 2 und 3 werden gemeinsam beantwortet. Es wird verwiesen auf Tabelle 3.3.1 der Fachserie 13
Es wird verwiesen auf Tabelle 3.3.1 der Fachserie 13, Reihe 5.1 „Sozialleistungen – Schwerbehinderte Menschen 2015“ des Statistischen Bundesamtes, in der die Ursachen der schwersten Behinderung und deren Entwicklung und Veränderungsraten im Zeitablauf dargestellt sind. Sie ist in Excel und als PDF abrufbar: www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/BehinderteMenschen/ Schwerbehinderte.html Ein Überblick bieten auch die oben angeführten Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes. Gemessen anhand der Anteile der jeweiligen Ursache stellt man von 2011 bis 2015 einen Zuwachs bei der Ursache „Allgemeine Krankheit“ (+3,0 Prozentpunkte von 83,4 auf 86,4 Prozent) fest. Dagegen nehmen insbesondere die Gruppen „Sonstige, mehrere oder ungenügend bezeichnete Ursachen“ (-2,2 Prozentpunkte von 9,9 auf 7,7 Prozent) sowie „Anerkannte Kriegs-, Wehrdienst- oder Zivildienstbeschädigung“ (-0,3 Prozentpunkte von 0,6 auf 0,3 Prozent) sowie „Angeborene Behinderungen“ (-0,3 Prozentpunkte von 4,1 auf 3,8 Prozent) ab. Für den Rückgang der Gruppe „Sonstige“ sind vermutlich auch Qualitätsgewinne bei der Kodierung in den Versorgungsämtern ursächlich. Der Rückgang der Schwerbehinderungen aufgrund anerkannter Kriegsbeschädigungen ist ein altersbedingter langfristiger Trend. Auch die relative Bedeutung der angeborenen Behinderungen als Behinderungsursache ist bereits seit längerem rückläufig.
4. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Behinderten seit 2012 entwickelt, insbesondere die durch Heirat innerhalb der Familie entstandenen (bitte nach Jahren aufschlüsseln)? 5. Wie viele Fälle aus Frage 4 haben einen Migrationshintergrund? Die Fragen 4 und 5 werden gemeinsam beantwortet. Daten zum Familienstand der Eltern von Kindern mit Behinderungen werden in der Statistik der Schwerbehinderten nicht erhoben. 6. Wie viele der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Schwerbehinderten (bitte hier alle Arten von Behinderungen zusammenfassen) besitzen keine deutsche Staatsbürgerschaft (bitte nach Jahren seit 2012 aufschlüsseln)? Eine entsprechende Zeitreihe der Schwerbehinderten nach Nationalität ist als Tabelle 2 beigefügt. 
der Behinderung

kompletter Text der Druclsache unter

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/016/1901623.pdf
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aktualisiert 27.04.2018, 14:11 Uhr