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Sonstiges
04.08.2018, 22:42 Uhr
Nephrologen klären auf: Was und wie viel bei der Hitze getrunken werden sollte
 

https://www.aerztezeitung.de/panorama/article/968923/nephrologen-klaeren-hitze-getrunken-sollte.html?wt_mc=nl.upd.AEZ_NL_NEWSLETTER.2018-08-03.Panorama.x

 Und was soll bei Hitze getrunken werden? "Neben der ausreichenden Flüssigkeitszufuhr sollte auf eine ausreichende Mineralstoffzufuhr geachtet werden, denn wir schwitzen auch wertvolle Mineralien aus. Leitungswasser, das mit Kohlensäure versetzt wird oder sogenannte Tafelwasser enthalten relativ wenige Mineralstoffe. Besser sind Mineralwasser – und ab und zu eine Apfelsaftschorle oder ein alkoholfreies Bier", so Galle in der Mitteilung der DGfN.

 

Von mit Zucker versetzten Limonaden rät Galle grundsätzlich ab, bei vorgeschädigten Nieren außerdem von Cola. "Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung führt Cola zum Anstieg von Phosphat im Blut und das wiederum kann die Nierenerkrankung beschleunigen. Da viele Patienten von ihrer leichtgradigen Nierenkrankheit nichts wissen, riskieren sie, ohne es zu ahnen, ihre Nierengesundheit, wenn sie viel Cola trinken."

 

Wer eine Dehydrierung vermeiden möchte und nun denkt, je mehr trinken, desto besser, sei allerdings auf dem Holzweg, so die DGfN. Bei Patienten mit Herz- oder Nierenerkrankungen seien Volumenüberladungen in der Regel eher nachteilig.

 

Auch die Meinung, wer besonders viel trinke, spüle die Nieren und schütze sie, sei eine Mär. Eine randomisiert kontrollierte Studie an neun kanadischen Zentren habe im letzten Jahr ergeben, dass die Trinkmengen-Erhöhung um täglich 1-1,5 Liter über zwölf Monate zu keinen Unterschieden gegenüber der Kontrollgruppe (Beibehaltung der bisherigen Trinkmenge) hinsichtlich Nierenfunktion, Eiweißausscheidung sowie dem Wohlbefinden führte.

 

Zusammenfassend sollten sich Gesunde bezüglich der Trinkmengen also an die Empfehlung 1,5-2 Liter bei Normaltemperaturen, 2-3 Liter bei Hitze orientieren, so die DGfN. Herz- oder Nierenkranke sollten mit ihrem Arzt sprechen, eine allgemeine Empfehlung könne für sie nicht gegeben werden.

 
aktualisiert 04.08.2018, 22:43 Uhr